Kategorie Archiv: Action

The Sinking City im Test

Zusammenfassung: Ein Protagonist mit dämonischen Visionen, eine Stadt, die langsam im Meer versinkt und eine dunkle Macht, die Menschen in den Wahnsinn treibt – die Ausgangslage von The Sinking City klingt nicht nur für Liebhaber der Lovecraft-Vorlage wirklich vielversprechend. Ob das Detektiv-Abenteuer mit Horror-Elementen den Erwartungen aber auch gerecht wird, klären wir im Test.

Inhaltsverzeichnis

Storyline von The Sinking City

Thalassophobie – mit diesem sperrigen Wort beschreibt der Psychologe die Angst vor dem offenen Meer. Patienten bekommen Panik bei der Vorstellung, von viel Wasser umgeben zu sein. Die Einsamkeit auf dem Ozean sorgt ebenso für Beklemmung wie die weite Entfernung zum sicheren Land und die Ungewissheit dessen, was tief unter der Oberfläche wartet. Quallen, Haie oder gar Schlimmeres? Im Falle von The Sinking City (jetzt für 58,95 € kaufen) stellt man diese Frage besser gar nicht oder man riskiert die eigene geistige Gesundheit.

Spielszene The Sinking City

Im Mittelpunkt des Horror-Action-Adventures steht nämlich ein unbekanntes Grauen, das am Grunde des Meeres schlummert und nur darauf wartet, die Welt und all ihre Bewohner in die dunklen Tiefen hinabzuziehen. Keine schöne Vorstellung – auch nicht für Protagonist Charles W. Reed, einen einstigen US-Marine, der seit dem mysteriösen Untergang seines Schiffes USS Cyclops von fiesen Visionen und Alpträumen geplagt wird. Die Bilder sind dabei immer dieselben: eine Stadt, die in den Fluten versinkt. Riesige Mäuler, die ihn zu verzehren drohen. Und eine dunkle Stimme aus der Tiefe, die in zu sich ruft. Das ist auch für einen erfahrenen Seemann keine angenehme Erfahrung.

Ins kalte Wasser geworfen

Auf der positiven Seite stehen dem Weltkriegs-Veteran nun eine Reihe von seltsamen Kräften zur Verfügung, mit deren Hilfe er sich als Privatdetektiv verdingt. Bis ihn die Untersuchung einer Reihe seltsamer Vermisstenfälle schließlich nach Oakmont verschlägt – ein verschlafenes Nest im US-Bundesstaat Massachusetts, wo sich der Ermittler nicht nur Infos über das Abbleiben seiner Zielpersonen erhofft, sondern auch ob der Ursache seines eigenen Wahnsinns.

In Oakmont leiden nämlich viele Leute an ähnlichen Visionen wie er. Grund dafür scheint eine mysteriöse Überschwemmung zu sein, die Teile des fiktiven Städtchens komplett im Wasser hat versinken lassen. Täglich werden weitere Teile der Stadt Opfer der Fluten. Was noch übrig bleibt, ist mit glitschig-grünem Meereswuchs überzogen. Tote Fische säumen die wenigen Straßen, die noch problemlos begehbar sind. Zu allem Überfluss treiben auch noch verunstaltete Kreaturen in der Gegend ihr Unwesen, die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Ganze Viertel – die sogenannten "befallenen Gebiete" – sind abgeriegelt, da die Monster dort komplett die überhandgenommen haben.

Spiele Reviews - The Sinking City

Meisterdetektiv in der Mache

Ihr macht euch mit Charles Reed nun also auf, all diesen Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Stolpert allerdings schon wenige Minuten, nachdem ihr im örtlichen Hafen von Bord gegangen seid, in euren ersten Fall. Ihr sollt dem Aristokraten Robert Throgmorton dabei helfen, seinen verschollenen Sohn zu finden, der von einer Untersuchungsexpedition zum Meeresgrund nicht zurückkehrte. Eine perfekte Gelegenheit, um euch schnell mit den Grundprinzipien des Titels vertraut zu machen.

Bei The Sinking City handelt es sich nämlich um ein Detektivspiel. Kaum überraschend, kommt der Titel doch vom ukrainischen Studio Frogwares, das vorher für diverse Sherlock-Holmes-Titel verantwortlich zeichnete. Es gilt also, Beweise und Zeugen zu finden, diese zu kombinieren und so Fälle zu lösen. Im Gegensatz zum wohl berühmtesten Schnüffler der Literaturgeschichte muss sich Reed dabei allerdings nicht allein auf sein Gespür verlassen, sondern kann auch bereits erwähnte, übernatürliche Fähigkeiten sein Eigen nennen.

Wichtigstes Schlüssel-Feature ist dabei das sogenannte Innere Auge. Mit diesem lassen sich geheime Räume, unsichtbare Zeichen oder versteckte Spuren entdecken. Darüber hinaus gibt es noch die Retrokognition – eine Art Mystery-Puzzle, das man so ähnlich schon aus The Vanishing of Ethan Carter kennt. Mit dessen Hilfe könnt ihr einen Blick in die Vergangenheit werfen und diese noch einmal durchleben, vorausgesetzt ihr bringt die Aktionen dieser Rückblenden in die richtige Reihenfolge.

Unterwasser-Szene The Sinking City

Nicht-Schwimmer aufgepasst

Darüber hinaus müsst ihr aber natürlich auch ganz klassisch Indizien sammeln und diese in eurer Fallmappe zusammengetragen, sie miteinander kombinieren und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Das passiert jedoch alles in Eigenregie. The Sinking City bietet euch – je nach Schwierigkeitsgrad – kaum bis keine Unterstützung im Detektiv-Alltag. Missionsmarker müsst ihr selbst auf die Karte setzen. Recherche müsst ihr im Stadtarchiv selbst betreiben. Der Bildschirm ist, abgesehen von eurer Lebensanzeige, beinahe nackt.

Das mag auf den ersten Blick etwas abschreckend wirken. Der eine oder andere fühlt sich zu Spielbeginn vielleicht auch ein wenig alleingelassen. Dieses hohe Maß an Eigeninitiative kann aber auch sehr fordernd und motivierend sein. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem euch klar wird, dass alle Fälle nach dem gleichen Schema ablaufen: Ihr kommt an einen Tatort, sucht mit dem Inneren Auge nach Hinweisen, verknüpft Indizien zu Schlussfolgerungen und beginnt dann an anderer Stelle wieder von vorne. Etwas mehr Abwechslung wäre da gut gewesen.

Monster aus der Tiefe - The Sinking City

Fehlende Abwechslung, frustrierende Kämpfe

Zumal die Nebenaufträge, die ihr abseits des roten Fadens – eurem Hauptfall – annehmen könnt, ebenfalls nach dem gleichen Konzept aufgezogen wurden und euch überdies kaum spielerische Vorteile bieten. Hier und da bekommt ihr eine Trophäe, schaltet ein lustiges Outfit frei oder erlebt obskure Geschichten – etwa die eines Totengräbers, dem auf dem Friedhof die Leichen abhandenkommen. Gameplay-Innovationen sind aber eher Mangelware.

So bleiben als potenzielle Abwechslung eigentlich nur noch die Kämpfe gegen die monsterhaften Wesen, die die Stadt terrorisieren. Die sehen in der Summe auch recht interessant aus, wirklich angsteinflößend sind sie aber nicht. Das Lovecraft-Universum hätte da bestimmt weitaus gefährlichere Schrecken hergegeben. Die gerade einmal vier unterschiedlichen Gegnertypen könnt ihr nämlich meist recht problemlos mit Nahkampf- und Schusswaffe zu Leibe rücken.

Statt um euer Leben kämpft ihr zudem öfters mit der Steuerung. Die Baller-Abschnitte sind, gerade auf der Konsole, ziemlich unpräzise und das Trefferfeedback vollkommen unbefriedigend. Zudem macht Protagonist Charles Reed aufgrund komischer Animationen oftmals eine etwas hölzerne Figur, wodurch jegliche Gefechte in The Sinking City schnell zur leidigen Qual werden, der man lieber aus dem Weg geht.

Spielkarte The Sinking City

Selbst ist der Mann

Es gibt aber auch noch andere Gründe, Auseinandersetzungen zu meiden – etwa den Umstand, dass in Oakmont alle Ressourcen knapp und keine Händler verfügbar sind. Entsprechend müsst ihr mit Munition und Heilitems sorgsam umgehen oder per Crafting-Funktion selbst für Nachschub sorgen. Die benötigten Materialien dafür findet ihr in eurer Umgebung. Haltet also stets Ausschau nach Truhen, Schränken oder auch Mülleimern, in denen sich Schießpulver und Ähnliches finden lässt.

Mit offenen Augen durch die Spielwelt zu laufen, ergibt ohnehin viel Sinn. Schließlich gehört die stimmungsvolle Umgebung ganz klar zu den Stärken von The Sinking City. Oakmont hat dank seiner deutlichen Lovecraft-Einflüsse einiges zu bieten. Seien es nun die interessanten Einwohner (wie Fisch-Mensch oder Affen-Mensch-Hybriden), der eigene (toll vertonte) Dialekt oder die tieferliegenden sozialen Spannungen innerhalb der Bevölkerung. Diese werden teils so unverblümt dargestellt, dass sich die Entwickler zu Spielbeginn dafür sogar entschuldigen. Man bilde nur möglichst authentisch die literarischen Werke von H.P. Lovecraft ab, heißt es da. Und die sind eben zu einer Zeit entstanden, in der Minderheiten gerne mal von der Gesellschaft diskriminiert wurden.

Hübsch-hässliche Welt

Diese ernste Atmosphäre spiegelt auch das Design der Spielwelt wieder. Oakmont wirkt mit seinen zerfallenen Häusern und kaputten Autos wie ein gottverlassener Ort – hoffnungslos und trist. Hier liegt nicht nur die Gesellschaft in Ruinen, sondern auch die Stadt selbst. In Oaktmont trefft ihr auf zahlreiche außergewöhnliche Gestalten wie Robert Throgmorton – Teil einer Familie aus Mensch-Affen-Hybriden. In Oaktmont trefft ihr auf zahlreiche außergewöhnliche Gestalten wie Robert Throgmorton – Teil einer Familie aus Mensch-Affen-Hybriden. Quelle: PC Games Dazu kommen dann noch steigendes Wasser, andauernder Regen und dicker Nebel, die zur düsteren Umgebung und so zum ganz eigenen Spielgefühl beitragen. Dummerweise hat man sich daran allerdings irgendwann "sattgesehen". Dann wirkt Oakmont nur noch grau und hässlich – wie ein Ort, der auch schon vor der Flutkatastrophe nicht sonderlich lebenswert gewesen sein kann. Was auch an matschigen Texturen und Detailarmut liegt. Oder der nervig zeitraubenden Fortbewegung zu Fuß oder zu Wasser.

The Sinking City für PS und Xbox

Immerhin die Story hält einen bei der Stange. Diese ist spannend erzählt, wartet mit der einen oder anderen überraschenden Wendung auf und stellt euch oftmals vor harte Entscheidungen, in denen ihr – passend zur deprimierenden Gesamtstimmung – meist nur zwischen zwei Übeln wählen könnt. Leider wird einem aber irgendwann klar, dass euch The Sinking City nur die Illusion von Entscheidungsfreiheit vorsetzt. Eure Aktionen haben nur kaum sicht- oder spürbare Auswirkungen auf die Umwelt oder den Ausgang der Geschichte. Welches Ende ihr nach zehn bis 15 Stunden zu sehen bekommt, ist tatsächlich nicht von eurer Spielweise abhängig, sondern von den Entscheidungen, die ihr in der letzten Viertelstunde trefft.

Das ist wirklich schade. Wie auch das ungenutzte Potenzial beim Protagonisten. Der Privatdetektiv ist für den einen oder anderen Witz gut. Etwa, wenn er den Imperialen Hexenmeister – also den Kopf der lokalen Kukluxklan-Gruppierung – auffordert, uns mal einen Zaubertrick zu zeigen. Ansonsten bleibt er aber blass und eindimensional und wollte uns nie so richtig ans Herz wachsen. Tiefe bekommt er nur auf spielerischer Ebene. Und auch nur dann, wenn ihr ihm diese selbst verleiht. Etwa, indem ihr ihn über einen Fähigkeitenbaum mit diversen Skills und Perks, wie zusätzlicher geistiger Gesundheit, ausstattet. Sinkt diese aufgrund traumatischer Erlebnisse (etwa die Ermordung eines unschuldigen Passanten) nämlich in den Keller, sieht Reed Halluzinationen und Schattenfiguren, die ihn angreifen, solltet ihr euch nicht rechtzeitig ein gutes Antipsychotikum in die Venen ballern.

Wo der wahre Horror lauert

Abschließend offenbart der Titel dann auch noch ein paar technische Macken. Gerade auf der Konsole leidet The Sinking City unter Kantenflimmern, Pop-ins und nachladenden Texturen. In der Ferne tauchen Hintergründe und Kulissen manchmal komplett aus dem Nichts auf. Auf der PS4 wurden sogar gesamte Gebäude-Fassaden nachgeladen, während wir nur zehn Meter davor standen. Wenn ihr besagte Häuser betreten wollt, solltet ihr euch zudem auf einige Wartezeiten gefasst machen. Ist Charles' Psyche angeknackst, leidet der Privatdetektiv und beängstigenden Visionen und Wahnvorstellungen. Ist Charles' Psyche angeknackst, leidet der Privatdetektiv und beängstigenden Visionen und Wahnvorstellungen. Quelle: PC Games PS4- und Xbox-Spieler starren teils mehrere Sekunden auf einen Blackscreen, bevor das Innere eines Raumes geladen wird. PC-Spieler haben es da deutlich besser, das Nutzen der Schnellreise oder Respawnen nach einem Tod laufen aber auch auf dem Rechner nicht ohne Unterbrechung ab.

So fällt das Fazit für The Sinking City dann leider doch etwas ernüchternd aus. Was wirklich bedauerlich ist, da der Titel durchaus Potenzial für mehr gehabt hätte. Aus den vielversprechenden Ansätzen wurde aber einfach zu wenig gemacht, sodass das Horror-Adventure – das ihr seit dem 27. Juni über den PSN, Xbox oder Epic Games Store bekommt, zwar als netter Lückenbüßer fürs nahende Sommerloch hinhält, einem wahrscheinlich aber nicht längerfristig im Gedächtnis bleibt.

Fazit und Wertung

Nach einer ersten Anspiel-Möglichkeit im Mai hatten wir uns richtig auf The Sinking City gefreut und sind entsprechend auch mit einiger Euphorie in den Test gestartet. Zum Ende des gut zehn bis 15-stündigen Abenteuers war davon aber leider nicht mehr viel übrig. Den diversen positiven Aspekten des Spiels – der Welt, der Atmosphäre oder auch dem interessanten Spielkonzept – stehen einfach diverse eklatante Makel gegenüber: Das Lösen der Fälle wird auf Dauer eintönig, Kämpfe und Fortbewegung müßig und die Geschichte – aufgrund fehlender Konsequenzen eurer Handlungen – etwas unglaubwürdig. Zugegebenermaßen hatten wir nichtsdestotrotz Spaß an dem Titel. Ein außergewöhnliches, erinnerungswürdiges Spielerlebnis – für das durchaus Potenzial vorhanden gewesen wäre – war es aber leider nicht.

Spiele-Highlights 2018

Wo ihr im letzten Jahr Titel wie Call of Duty: WW2 und Star Wars: Battlefront 2 gefunden habt, stehen für die Spiele 2018 Age of Empires, Aquanox: Deep Descent und Anno 1800. Diese aktuelle Liste wird für euch immer ein Update über die neuen PC Spiele 2018 bereithalten. Ni No Kuni 2 begeistert schon seim dem 23. März viele Anime-Fans. Zwar etwas später als zuvor gedacht, aber Terminverschiebungen sind ja keine Besonderheit mehr. So kam auch Far Cry 5 erst am 27. März raus. Das sich die kleine Zeitverzögerung gelohnt hat steht jedenfalls außer Frage.

Aber auch später im Jahr wird es nicht weniger spannend in der Spiele-Branche. Jurassic World: Evolution spricht die Aufbaustrategen unter euch im dritten Quartal an und Phoenix Point richtet sich an alle XCOM-Fans und Rundentaktiker. Im Jahr 2018 noch ohne Termin, jedoch trotzdem mit Freuden erwartet sind unter anderem Darksiders 3, Soul Calibur 6 und Star Citizen.

Review zu Wolfenstein 2: The New Colossus

Mit Sturmgewehren im Anschlag feuerte sich der B.J. Blazkowicz bereits im Vorgänger Wolfenstein: The New Order und dessen Prequel Wolfenstein: The Old Blood. Ganz in diesem Sinne schließt MachineGames neuster Ableger Wolfenstein 2: The New Colossus an seine Vorgänger als moderner Shooter mit Old School-Mentalität an. The New Colossus schließt genau da an, wo The New Order aufgehört hat. Das Ziel? Zurück in die Vereinigten Staaten, um das Land der unbegrenzten Möglichkeiten von der Herrschaft der Nazis zu befreien.

Nachdem er schwerste Verletzungen im Endkampf gegen General Totenkopf am Ende des Vorgängers davon getragen hat, wacht B.J. Blazkowicz in Wolfenstein 2: The New Colossus in mitten eines Angriffs auf das neue mobile HQ des Widerstands, das U-Boot "Die Hammerfaust", aus seinem Koma auf. Mit einer Maschinenpistole bewaffnet, beginnt der Ritt durch Wolfenstein 2. Ab jetzt geht es nur noch in eine Richtung – immer weiter der Revolution entgegen, mit jeder Menge Nazi-Blut im Gepäck.

Ballerspaß mit Wolfenstein 2

Dabei sticht Wolfenstein 2 in einer Sache besonders hervor: Es gelingt ihm, seinen Charakteren Bedeutung zu verleihen. Durch ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten hinterlassen sie, auch wenn Wolfenstein 2 sich keine epische Zeit nimmt sie zu erkunden, einen tieferen Eindruck als so manche Protagonisten anderer Spiele. Figuren wie der mit uralter Technologie hantierende Wissenschaftler Seth oder der aus dem Trailer bekannte Kommmunistenführer und selbst ernannte Priester Horton, der mit Blazkowicz über die Maschinerie des Imperialismus zu diskutieren versucht, bleiben einem einfach eher im Gedächtnis als abziehbare Militärs.

Wolfenstein 2 schockiert, schürt Wut auf seine bösartigen Naziantagonisten, bringt einen zum Lachen oder Grinsen und erzeugt Mitgefühl mit dem Protagonisten und den ihm Nahestehenden. Es schafft den Spagat zwischen einem sich nicht Ernst nehmenden, überzeichneten Actionshooter mit krudem Humor und teils trashigen Handlungsbestandteilen und dem Konfrontieren mit Traumas und der Fratze des Faschismus. Es gibt einem mit Blazkowicz einerseits einen ordentlich austeilenden Helden in die Hand, der andererseits aufgrund seines schwer verletzten Körper immer wieder den eignen Tod vor Augen hat und fast an dem Gedanken zerbricht, dass seine mit Zwillingen schwangere Geliebte Anja ihrer beiden Kinder wahrscheinlich allein wird großziehen müssen. Daher nimmt Anja im Spielverlauf die Rolle einer aktiven Stütze für Blazkowicz ein, die auf keinen Fall zulassen will, dass ihr fester Freund und Vater ihrer Kinder das Zeitliche segnet. Zwischensequenzen erzählen einen Großteil der Handlung. Die Storry überzeugt durchweg durch hohe Qualität. Nur dass die Lippen in der deutschen Version teilweise arg asynchron zum Gesprochenen sind, ließe sich ihnen ankreiden. Darüber hinaus ergänzen Blazkowicz vertonte Gedankengänge, Situationen, vereinzelte Gespräche in den Missionen oder auf der Hammerfaust die Handlung.

Auf jeden Fall positiv

Wer The New Order gespielt hat, wird sich schnell in Wolfenstein 2 zurechtfinden, da es dessen Spielfluss und Gameplay großteils aufgreift und weiter ausbaut. Daher erfreut es mit mindestens ebenso gut fließenden Feuergefechten. Neuerdings kann Blazkowicz im Nahkampf ein Beil einsetzen, mit dem er im Nahkampfeinsatz eine Tötungsanimation ausführt, die ähnlich fließend in den Spielfluss übergeht wie Doom’s Exekutionen. Außerdem kann er nun zwei unterschiedliche Waffen akimbo führen. Die großteils von den Nazis erbeuteten Waffen verfügen über detaillierte Modelle und sind eine Spur bodenständiger als die von The New Order. Einzig das Laser- oder Dieselkraftwerk sind wirklich abgedreht. Keine der Waffen wirkt nutzlos oder fehl am Platz, da jede von ihnen sich für bestimmte Situationen eher eignet oder sich zusätzlich extra spezialisieren lässt. Exotischere Waffen hebt sich Wolfenstein 2 für seine schweren Waffen auf, die in den Leveln zu finden sind, hier warten eine Laserkanone, ein großes Dieselkraftwerk, eine Gatling und eine weitere futuristisch-überdrehte Waffe. Gemein haben diese Tötungswerkzeuge: Sie verfügen über die richtige Wucht und Spaßfaktor, was einen guten Teil dazu beiträgt, dass Wolfenstein 2s Feuergefechte so viel Freude bereiten.

Hervorragende Grafik bei Wolfenstein 2

Mit in den Leveln versteckten Modkisten lassen sich die Waffen weiter spezialisieren, wodurch sie Zusatzfunktionen oder größere Magazine erhalten. Die drei später zum Spiel dazu stoßenden Kampfmods verbessern direkt den Protagonisten, indem sie ihm neue Gefechtsoptionen verleihen, aber auch neue Routen in den Leveln öffnen. Quasi per Achievementfreischaltung lassen sich zusätzliche Vorteile als Boni freispielen. Im Fall, dass einmal eine Funktion nicht 100% klar sein sollte, hilft das ins Spiel integrierte Tutorial auf die Sprünge. Autoregeneration kennt Wolfenstein 2 nur in sehr geringem Maße, nur die letzten Lebenspunkte werden standardmäßig generiert, damit Blazowicz nicht sofort umkippt. (Eine Freischaltung kann jedoch Rüstungsregeneration aktivieren.) Wie gewohnt, halten ihn stattdessen Heilpakete und die aufhebbaren Rüstungsteile am Leben. Die maximalen Lebenspunkte lassen sich über ihre Maximalgrenze hinweg überladen, bluten aber standardmäßig schnell wieder auf ihr Maximallevel zurück.

Sowohl Lebenspunkte, Rüstung als auch Munition lassen sich von abgelebten Gegnern oder aus der Umgebung aufheben, was normalerweise durch Darüberhinweglaufen funktioniert – nur nicht immer, dann muss es per Tastendruck geschehen. Nur ist irgendwie nicht nachvollziehbar, wann dies der Fall ist und wann nicht. Hier fehlt es Wolfenstein 2 an Konsequenz. Des Weiteren könnte das Trefferfeedback etwas deutlicher sein. Es ist zwar vorhanden, doch immer noch undeutlich genug, dass man in hektischen Feuergefechten versterben kann, ohne wirklich zu wissen, wo die tödlichen Schüsse herkamen.

Action mit Wolfenstein 2

Deine Gegner bei Wolfenstein 2

Auf der anderen Seite des Abzugs begegnet Blazkowicz vor allem Standardnazis und Kommandanten. Die Kommandanten lenken zu einem gewissen Teil den Spieler, indem sie sich sobald sie einen bemerken, unentwegt Verstärkung herbeirufen. Deshalb sollte ihre Ausschaltung höchste Priorität haben. Um theoretisch vermeidbaren Schusswechseln aus dem Weg zu gehen, verfügt Wolfenstein 2 über rudimentäre Stealth-Funktionen wie Schleichen, „geräuschloses“ Ausschalten im Nahkampf und schallgedämpften Waffenmods. In der Praxis vermasseln die Gegner diesen Ansatz nur allzu gern und sind wir mal ehrlich: Wer will in einem Wolfenstein schon dauerhaft den Feuergefechten aus dem Weg gehen? Zu den beiden genannten Gegnertypen gesellen sich Maschinensoldaten (Cyborgs) in verbesserter Version mit unterschiedlichen Waffen und Raketenantrieb, Androiden, Drohnen, Kampfhunde, der bekannte Panzerhund, eine weitere Art maschineller Hund und große Mechs. Vorallem die Standardsoldaten, die Kommandanten und teils die Maschinensoldaten hüllt das Spiel je nach Umgebung in Spezialuniform, was der Atmosphäre gut tut und für Abwechslung sorgt. Mit zu den eher standardmäßigen Nazis gehören übrigens auch Mitglieder des Kuk-Klux-Klans, die sich mit der neuen Ordnung schnell angefreundet haben. MachineGames versetzt seinen Helden immer wieder in neue Umgebungen und durchbricht die Korridore immer wieder durch Arreale unter freiem Himmel. Insgesamt sorgt Wolfenstein 2 für sehr verschiedene Szenarien, die dem Vorgänger in Sachen Abwechslung und Kuriosität in Nichts nachstehen. Zwischen den Missionen dient die Hammerfaust als Anlaufstation für den Spieler und lädt zum Herumstreifen auf dem Schiff ein, auf dem NPCs mit dem Protagonisten ein paar Worte wechseln und sich Nebenmissionen freischalten und starten lassen.

Ab etwa der Mitte des Spiels kann die Enigma-Maschine durch das Lösen eines Minispiels und dem Verbrauch von Enigmacodes Maschinenkommandanten aufspüren, die in auf der Kriegskarte startbaren Nebenmissionen auszuschalten sind. Wer gern mehr Wolfenstein 2 bekommen will, kommt hier auf seine Kosten. Parallel dazu gibt es in den Levels wieder Sammelgegenstände, die wie die Nebenmissionen auch, etwas mehr Spielzeit und Langzeitmotivation aus dem Spiel herauskitzeln können. Ähnlich fallen auch die beiden Zeitlinien aus: Zu Beginn von Wolfenstein 2 entscheidet ihr euch in einer Rückblende dafür, ob Blazkowicz in The New Order Fergus oder Wyatt gerettet hat, je nach Wahl verlaufen Teile der Story etwas anders und eine Waffe verändert sich ebenfalls. Dazu kommt mein persönliches Lieblings-Minifeature: Im Club Wiesenau der Hammerfaust lässt sich das komplette Wolfenstein3D in Originalgrafik auf einer Konsole spielen, womit Wolfenstein 2 ein tolles Spiel-im-Spiel zu bieten hat. Ferner sollte ich ein paar Worte zum Ende verlieren. Ohne zu spoilern, kann man sagen, dass Wolfenstein 2 durchaus zufriedenstellend abschließt, wobei MachineGames hier auch noch mehr hätte herausholen können. Ein, zwei mehr Sequenzen zu den Auswirkungen des Endes wären cool gewesen und der Endkampf kommt nicht an den von The New Order heran.

Alles in allem handelt es sich hierbei im Vergleich zum Beispiel zum Basisende von Mass Effect 3 zu Meckern auf hohem Niveau. Nach dem Ende von Wolfenstein 2 lassen sich alle Nebenaktivitäten weiterhin absolvieren. Leider verschwinden danach aber fast alle wichtigen NPCs, außer der Anführerin, vom U-Boot, eine von vielen Spielen geteilte Unart.

Freies Schussfeld bei Wolfenstein 2

Schwierigkeitsgrad und Technik

Wie auch die Vorgänger gehört Wolfenstein 2 eher zu den anspruchsvolleren Shootern. Schon ab dem 3. von sechs Schwierigkeitsgraden namens „Lass sie nur kommen“, auf dem getestet wurde, ist es absolut notwendig konzentriert zu spielen, ansonsten stirbt Blazkowicz einem in den unter hoher Geschwindigkeit ablaufenden Feuergefechten schnell weg. Unfair wird es hierbei jedoch nicht und zu schwer schon gar nicht, stattdessen muss der Spielende eben aufpassen, was er tut und erhält bei Patzern schnell eine Rückmeldung vom Spiel. Für den ersten Spieldurchlauf auf dem genannten Schwierigkeitsgrad ohne viele Nebenmissionen wurden etwa 10.5 Stunden gebraucht. Durch die Zusatzinhalte kann ein Durchlauf länger werden oder genauso kann er kürzer, wenn man sich schneller durch die Levels kämpft oder Gegner auslässt. Es wäre schön, wenn MachineGames in Zukunft den Umfang seiner Shooter in Form von weiteren Hauptmissionen ausbauen könnte.

Unglücklicherweise sind die eigenen Patzer nicht die Einzigen in Wolfenstein 2: Wirklich rund lief der Shooter im ersten Playthrough nicht. So überzeugte er zwar durch tolle Performance und eine hohe Framerate, stürzte aber gefühlt bei jedem zweiten Raustabben ab. Zumindest hat der neuste Patch das Steam-Overlay für Wolfenstein 2 aktiviert. Von diesen nervigen Macken abgesehen lief Wolfenstein 2: The New Colossus auf meinem Rechner rund. Die Optik des Shooters baut auf der neusten id-Tech 6 Engine, die ihm noch mehr Grafikfeatures beschert, als es schon bei Doom der Fall war. Dementsprechend hat sich auch bei den noch beim Vorgänger kritisierten Texturen etwas getan, auch wenn es immer noch ein paar matschige Vertreter unter ihnen gibt.

Unser Fazit

In Wolfenstein 2: The New Colossus machen sich Blazkowicz, seine Freunde und Verbündeten daran, eine zweite Amerikanische Revolution anzuzetteln. Es setzt da an, wo The New Order aufgehört hat, und führt seine Spieler durch eine Kampagne gefüllt von wilden Ballereien, trashigem Humor und dennoch cleveren Momenten. Das Ende könnte zwar noch ausgefeilter sein, das Aufheben von Gegenständen etwas besser funktionieren und das Trefferfeedback ein Stückchen besser sein. Doch es bereitet einfach zu viel Spielspaß sich durch die Nazis von Wolfenstein 2 zu sprengen, zu schießen und zu schlagen. Die paar präsenten Bugs und Designunstimmigkeiten ändern kaum etwas daran, was für ein großartiger Singleplayer-Shooter Wolfenstein 2 ist, der nicht nur mit Schießereien, sondern auch mit seinen Charakteren, seinen Zwischensequenzen und dem Umgang mit ernsten Thematiken aufwarten kann.

Etwas getrübt wird der Blick von der Vorstellung, dass die Story um Blazkowicz, Anja und Co erst in ein paar Jahren fortgeführt wird. Mehr noch: Wolfenstein 2 spielt ganz oben bei den besten Singleplayer-Spielen dieses Jahres mit und dürfte mit Abstand der beste Ego-Shooter dieser Kategorie bleiben.

So findest Du das beste Online Casino Spiel für Dich!

Um herauszufinden, was Du gerne magst, ist vor allem Selbstkenntnis und Experimentierlaune gefragt! Denn die Frage, was man denn nun spielen sollte und welche die besten Spiele in einem Online Casino sind, lässt sich nicht so einfach beantworten.

Schließlich haben verschiedene Spieler unterschiedliche Vorlieben. Ob Du nun gerne Blackjack spielst, oder lieber an Spielautomaten spielst, ist natürlich von deinem persönlichen Geschmack abhängig. Zum Glück kann man in vielen Online Casinos vieles kostenlos ausprobieren.

Die Auswahl in Online Casinos ist enorm groß. Das kann manchmal sogar etwas überfordernd sein. Daher ist es sinnvoll sich erstmal einen Überblick zu verschaffen, bevor man sich Hals über Kopf hineinstürzt.

Roulette spielen

Die Casino Klassiker in ganz neuen Varianten

Poker, Baccarat, Black Jack und Roulette. An diese Spiele denkt man eigentlich sofort, wenn man das Wort „Casino“ hört. Gerade Roulette ist eines der ältesten Casino Spiele. Online Casinos bieten verschiedene Varianten, wie https://de.quasargaming.com/tischspiele/gteuropeanroulette.

Aber auch die klassische Variante kann in spannenden Live Games gespielt werden. Dabei sieht man einen echten Dealer oder Croupier dabei zu, wie er oder sie die Kugel in den Roulette Kessel wirft und hat einen Echtzeit Nervenkitzel.

Diese Option gibt es in vielen Online Casinos auch mit Black Jack oder Poker. Die Live Spiele können aber in der Regel nicht ohne Echtgeldeinsatz gespielt werden. Auch sollte man sie mit einer stabilen WLan Verbindung spielen.

Slots, Slots, Slots – die Qual der Wahl

Online Casinos bieten in der Regel mehrere hundert Slots an. Auch bei dieser Menge kann man schnell den Überblick verlieren. Hier kann man sich auch die Meinung anderer Spieler durchlesen und von den Erfahrungen anderer profitieren.

In der Regel sind beliebte Automatenspiele aus gutem Grund beliebt! Gute Gewinnchancen, eine logische Bedienung und ein harmonisches Zusammenspiel von Grafik und Ton sind den meisten Spielern für ein positives Spielerlebnis wichtig.

Hier haben sich auch schon verschiedene moderne Klassiker herausgebildet, von denen die Spieler über einen langen Zeitraum begeistert waren und noch immer sind. Dazu gehören auch Klassiker wie „Book of Ra“.

Kannst Du ein Online Casino Spiel, das Dich begeistert hat, empfehlen? Lass uns gerne einen Kommentar da!

News zu Call of Duty: Black Ops 3

Call of Duty: Black Ops 3 steht in den Startlöchern und was bisher bekannt wurde ist, dass die Kampagnen/Story-Geschichte einen anderen Ablauf haben wird als man bisher gewohnt ist..

In Black Ops 3 werden von Beginn an alle Kampagnen-Missionen zugänglich sein, alle – also auch die letzte Mission!

Gegenüber Spiele Reviews hat der Director der Kampagne und des Zombie-Modus, Jason Blundell, verraten, warum sich die Entwickler für diesen Schritt entschieden hat: "Das gibt [den Spielern] die Flexibilität den Inhalt so zu konsumieren wie sie das wollen."

"Das System der Level-Freischaltung ist eine veraltete Denkweise, die wir seit der Garagen-Entwicklung pflegen – du machst das und gehst dann zum nächsten weiter."

"Die Konsumenten und Spieler sind heute weitaus reifer. Es gibt so viele Dinge, die um das Interesse der Leute kämpfen," demnach müsse man als Spiele-Entwickler wissen, wie die Gamer etwas konsumieren möchten. "Vielleicht schließen sie das zweite Level ab und gehen am nächsten Tag zur Arbeit wo sie dann hören, 'Hey, du musst dir das vierte Level anschauen!' und das kann er dann auch machen."

Der Spieler selbst soll entscheiden was er wann spielen will.

Sorgen, dass sich viele Spieler gleich das Finale vornehmen seien letztendlich unbegründet, da man aus Erfahrungen wisse, dass sich viele für die Geschichte im Gesamten interessieren, "Wenn Netflix House of Cards veröffentlicht und alle Episoden zur Verfügung stellt, geht dann jeder direkt zum Ende und spielt die letzte Episode ab?".

"Klar, du kannst es machen. Aber es geht um die Reise dorthin, nicht wahr?"

Und letzten Endes glauben die Entwickler daran, dass die Story so interessant sei, dass die Gamer die gesamte Geschichte erleben und sehen wollen.

News zu Call of Duty: Black Ops 3

Zombie PC Spiel mit Oculus Rift – Dying Light

Dying Light ist eines der besseren Zombie PC Games und hat schon so manches Herz in die Hose rutschen lassen, dass berichten zumindest Test-Spieler, die schon mal vorab einen Blick drauf werfen durften.. Die wirklich hervorragende Grafik, die tollen Effekte und vor allem die unter die Haut gehenden Zombie-Attacken machen es zu einem echten Kracher unter den Survival Games. Wie jetzt veröffentlicht wurde, soll Dying Light die VR-Brille Oculus Rift unterstützen. Das zumindest gab Lead Designer Maceij Binkowski in einem Interview bekannt.

Der Entwickler Techland hat bereits seit einigen Monaten ein Team rangesetzt, das den Support von Oculus Rift umsetzen soll und mit den bisherigen Tests sehr zufrieden ist. So sei es bereits möglich die VR-Brille aufzusetzen udn sich frei in der post-apokalyptischen Welt zu bewege. Jedoch gäbe es noch einiges zu tun bevor die neue Version marktreif ist.

Bald auch lebensecht - Zombies greifen nach dir

Laut Maceij Binkowski müsse zum Beispiel noch die Funktion der Kamera, die Benutzeroberfläche und einiges mehr angepasst werden. Möglicherweise wird der Support von Oculus Rift noch nicht in der Release-Version von Dying Light enthalten sein, von daher wird es sicher später in Form eines Updates rausgebracht werden.

Mit ein bißchen Fantasie kann man sich aber schon vorstellen, welch schockierende Möglichkeiten mit Oculus Rift möglich sind. Die VR-Brille gibt dir das Gefühl, dich in der virtuellen Welt völlig frei bewegen zu können. Drehst du deinen Kopf, ändert sich auch das Sichtfeld in der 3D-Welt. Bewegst du dich nach vorn, zur Seite oder zurück, werden die Bewegungen auch auf das PC Spiel übertragen. Eine Drehung mit dem Kopf und ein Zombie steht vor dir, da sind stehende Nackenhaare garantiert.

Sie kommen - Zombies machen Jagd auf dich

Techland ist ja bekannt für Zombie-Survival Spiele a la Dead Island und auch Dying Light greift dieses Thema auf. Zu Beginn kannst du zwischen vier Charakteren wählen, die unterschiedliche Stärken und aus der Ego-Ansicht gesteuert werden – also ein idealer Ansatz für Oculus Rift. Neben der großen Bewegungsfreiheit durch die Parkour-Fähigkeiten ist der Tag-Nacht-Wechsel ein zentraler Bestandteil des PC Games. Während du tagsüber nach überlebensnotwendigen Ressourcen suchst, dir Waffen bauen musst und Nebenaufträge erfüllen musst – warten nachts bluttriefende Zombies auf dich. Bis zum Sonnenaufgang geht es allein um dein Überleben und dank der Chrome Engine 6, die DirectX-11-Effekte unterstützt, gibt es an der Grafik nichts zu meckern.

Dying Light soll EndeJanuar weltweit veröffentlicht werden, die USK-Version dann Ende Februar. Da das PC Spiel doch einige brutale Szenen zu bieten hat, wird es für den deutschen Markt eine entschärfte Fassung geben. Wie dem auch sei, in ersten Rezensionen hat das Spiel hervorragende Kritiken bekommen und man darf sich drauf freuen. Wenn dann noch das Bonbon Oculus Rift dazu kommt, ist der Spielspaß garantiert.

Watch Dogs Wertung – 1.Teil

Watch Dogs ist das lang erwartete Highlight für 2014 und wir haben das Action Game einem Review unterzogen. Hält der Knaller auch was er verspricht oder können sich Gamer auf ungetrübten Spielspaß freuen? In den Strassen Chicagos ist das Verbrechen zu Hause, und genau hier musst du dich beweisen.

Die Einzelspielerkampagne von Watch Dogs dauert etwa 25 Stunden lang. Die Story verläuft dabei linear und du musst eine Mission nach der anderen absolvieren, Auswahlmöglichkeiten zwischendurch gibt es keine. Insgesamt hat man den Eindruck im Kino zu sitzen und Teil eines verrückten Action-Thrillers zu sein. Dramatische Kamerafahrten, gut vertonte Dialoge und wirklich tolle Schnitte lassen wirklich keine Wünsche übrig.

Im Zentrum des Geschehens steht der Held Aiden Pearce. Nach dem Verlust seiner Familie will er an die Hintermänner des Anschlags ran – und das treibt die Story voran.

Action Games Reviews - Watch Dogs

Hier kommen wir zum ersten kleinen Kritikpunkt. Rache, Verrat, Intrigen – das verläuft alles interessant und wendungsreich, aber doch fehlt das ganz besondere etwas an der Story. Am Anfang ist die Story nicht immer stichhaltig und erst zur Mitte des Spiels fügen sich die Puzzle sinnvoll zusammen und ein roter Faden zeichnet sich ab. Oft werden Themen kurz angerissen ohne wirklich näher beleuchtet zu werden und so wirkt vieles unlogisch an der Geschichte. Das Ende ist doch recht banal – auch da hätte man sich einen WOW-Effekt gewünscht.

Die Ausbildung der Charaktere ist bei Watch Dogs weniger gut gelungen. So gibt es zahlreiche Zwischensequenzen die Figuren umfassend vorstellen – und diese werden dann im Spiel nur kurz behandelt und verschwinden dann ganz. Gerade deinen Gegenspielern mangelt es an Charakter und Profil oder es wurde einfach zu wenig Zeit dazu verwendet, dass sie wirklich an Profil gewinnen können. Hauptkritikpunkt ist aber die zentrale Figur Aiden Pearce. Im ganzen Spiel bleibt sie eher blass, ausdruckslos und es besteht wenig Identifikationsbedarf. Man wird mit dieser Person nicht richtig warm und gerade durch jegliches Fehlen von Emotionen zwischen Aiden Pearce und seiner Familie, kommt keine glaubwürdige Motivation für ihn auf.

Trotz der genannten Punkte ist die Story insgesamt noch gut. Vor allem auf Aidens Freunde wird viel Zeit und Aufmerksamkeit verwendet, sodass hier durchaus interessante Persönlichkeiten entstehen. Was macht Watch Dogs trotzdem zu einem besonderen Spiel? Das virtuelle Chicago! Die Stadt ist riesengroß, hat ein fantastisches Diesgn und besticht einfach mit wahnsinnig tollen Details und Atmosphäre.

Action Games Rezensionen - Watch Dogs

Ist die Story vielleicht nicht immer durchgehend spannend, so sind die abwechslungsreichen Settings absolute Klasse. Bist du eben noch mitten in einer hell ausgeleuchteten Innenstadt unterwegs, kämpfst du im nächsten Moment in den düsteren Gängen eines Hochhauses. Als Abwechslung führt dein Weg auch in einen eher ländlichen Vorort von Chicago. Auch hier ist die Liebe ins Detail zu sehen und die Entwickler haben jede Menge Energie in den Feinschliff gelegt. Wenn es regnet halten sich die Menschen Zeitungen über den Kopf, spielen an ihren Handys herum oder verhalten sich sehr realistisch, wenn Aiden Pearce mit gezogener Waffe durch die Menschenmenge rennt. Hier ist ein deutlicher Pluspunkt zu vergeben und hier stellt Watch Dogs wirklich neue Maßstäbe auf.

Der Spielspaß wird durch die hervorragende Technik gefördert. Es ist wirklich toll sich durch die virtuelle Welt zu bewegen, die Lichteffekte zu geniessen oder zu sehen wie leichter Nieselregen die Kleidung dunkler färbt. Um so viel Liebe ins Detail auch optimal darstellen zu können, braucht ihr aber auch entsprechende Hardware in Form einer Grafikkarte von mindestens 3 GB VRAM.

Ob die Wellen auf den Wasserstrassen Chicagos, die galubwürdige Windsimulation oder die detailierten Gesichter der Menschen – hier wurde einfach hervorragende Arbeit geleistet. Die verglasten Wolkenkratzer, Schießereien in der Innenstadt oder fingierte Auffahrunfälle, es ist durchweg exzellent gelungen.


Demnächst dann mehr über Watch Dogs im 2.Teil des Spiele Reviews.